Schoßgebete von Charlotte Roche

Schoßgebete

Schoßgebete

Der Roman “Schoßgebete” ist weniger eine Fortsetzung des vorangegangenen Werkes “Feuchtgebiete”, sondern versteht sich als eigenständiger Beitrag zur Bekenntnisliteratur.

Es handelt sich bei “Schoßgebete” um teilweise erschütternd offenen Lesestoff, der sich mit Sexualität im Allgemeinen und den Empfindungen nach der ersten erotischen Lust im Besonderen befasst.

Dennoch verpackt Charlotte Roche ihre Seelenbeichte mit konsequentem Humor, der das verblüfften Entsetzen zum befreienden Lachen werden lässt.

Im Vergleich zu “Feuchtgebiete” beschreibt die Autorin hier gleichsam erwachsener und gereifter sämtliche emotionale Faktoren, die sie mit Sexualität in Verbindung bringt. Mit dem Lesen von “Schoßgebete” dringt man in die Sphären vor, die man als Frau nie zu benennen wagt.

Beginnend mit der Abfolge von Sexualpraktiken und endend mit der Erkenntnis, dass Frau nach dem Akt denkt und Mann nach dem Akt schläft, vereinigen sich im Buch gesunder Zweckoptimismus und eine gute Portion Wehmut der Autorin, die ihr eigenes (Sexual)Leben mit einfließen lässt.

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